Biologische Produktion ist die Zukunft!

Mensch und Umwelt lassen sich im 21. Jhd nur über eine Rückkehr zu alten Werten wieder in Einklang bringen. Traditioneller Anbau und traditionelle Tierhaltung vor dem Aufstieg der chemischen Industrie heißen heute „kontrollierter biologischer Anbau (kbA)“ oder „kontrolliert biologische Tierhaltung (kbT)“.

Baumwolle

Verantwortung übernehmen

Im 20. Jhd. übernahm die konventionelle Produktionsweise (Massenware) im Zuge der industriellen Revolution die traditionelle Wertschöpfung (Selbstversorgung und Kleinproduzenten). Die Folgen dieser konventionellen Produktionsweise werden in der Gesellschaft aktuell als Raubbau an der Natur angesehen. Aus diesem Grund gibt es nun eine Rückbesinnung an die traditionelle Wertschöpfung mit möglichst wenig Schadstoffbelastung für Mensch, Tier und Umwelt.

Um den Unterschied zur traditionellen Selbstversorgung bzw. der Versorgung durch Kleinproduzenten mit Begriffen zu erklären, wird heutzutage von „kontrolliertem biologischen Anbau (kbA)“ oder „kontrolliert biologischer Tierhaltung (kbT)“ gesprochen.

Was ist das „Neue“ an kbA?

Im Unterschied zum konventionenellen Anbau von Pflanzen (bspw. Baumwolle) werden beim kontrolliert biologischen Anbau folgende Aspekte beachtet und verändert:

  • Verzicht auf chem. Düngemittel
  • Einsatz natürlicher Düngemittel: Mist, Mulch Gründünger
  • Verzicht auf synthetische Pestizide
  • Einsatz natürlicher Schädlingsbekämpfung: Duftlockstoffe, per Hand oder natürliche Feinde
  • Unkrautentfernung mechanisch oder von Hand
  • Ernte von Hand
  • Verzicht auf chem. Entlaubungsmittel zur Ernte
  • Verzicht auf genetisch veränderte Organismen
  • Anbau in Mischkulturen
  • Anbau in Fruchtfolge

Interessantes Detail: Das kbA-Siegel erhält nur der Landwirt, welcher nachweisen kann, dass sein Boden mindestens drei Jahre chemiefrei bewirtschaftet wurde.

Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau wird in der Regel ebenso schonend und hautfreundlich weiterverarbeitet, d.h. die Ateliers verzichten auf ökologisch bedenkliche chemische Substanzen. Das freut, neben der Umwelt, besonders Allergiker mit empfindlicher Haut oder Kinder.

Was ist das „Neue“ an kbT?

Im Unterschied zur konventionenellen Tierhaltung werden bei der kontrolliert biologischen Tierhaltung folgende Aspekte beachtet und verändert:

  • Artgerechte Tierhaltung im Einklang mit der Natur
  • Verzicht auf gentechnisch verändertem Futter
  • Verzicht auf Masthilfsmittel
  • Ausschließlich natürliche Fortpflanzungsmethoden
  • Verzicht auf Pesti- und Insektiziden
  • Bevorzugung widerstandsfähiger Rassen (zur Minderung Medikamenteneinsatz)
  • Einsatz pflanzlicher oder homöopathischer Medikamente oder Spurenelemente
  • Stressreduktion beim Transport ohne Beruhigungsmitteleinsatz

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Anregungen für einen nachhaltigen Lebensstil

Wir sind der Meinung, dass sich viel mehr Menschen an dem nötigen Wandel unserer Gesellschaft beteiligen würden, wenn sie passende und leicht umsetzbare Anregungen bekämen.

Darum möchten wir an dieser Stelle Blogs, Personen und Projekte vorstellen, die in unseren Augen wertvolle Anregungen liefern.

Welche nachhaltigen Themengebiete gibt es?

Die folgende Aufzählung zeigt Bereiche auf, die man mit möglichst geringer Schnittmenge zueinander als wichtige Einzelgebiete betrachten kann. Müll ist ein Gebiet, das eigentlich überall dazu gehört, aber auch als Einzelgebiet interessant ist, da sich Personen und Projekte darauf spezialisieren. Durch die vorliegende Aufteilung können sich Personen auf den jeweiligen Themengebieten finden, vernetzen und spezialisieren. Oder sich bei uns melden und wir fügen sie hier ein.

Umgang mit Müll und Industrieabfällen

Beim Umgang mit Müll kann man ihn entweder vermeiden oder sinnvoll verwerten. Auf Einzelpersonenebene zielen Zero Waste und Minimalismus als Lebensweisen auf die Vermeidung von Müll ab. Do it yourself und Upcycling gehen bei der sinnvollen Müllverwertung Hand in Hand und ergänzen somit das bekannte Recycling. Die Erforschung von alternativen wiederverwertbaren oder biologisch abbaubaren Materialien leistet hierbei auch ihren Beitrag. Die große gesellschaftliche Herausforderung stellen die Industrieabfälle dar, die nicht immer sauber entsorgt oder recycled werden (können).

Umgang mit Ernährung und Landwirtschaft

Ein bewegendes Thema, das nicht einfach ist. Ein nachhaltiger Weg muss sich auch den Fragen stellen: Wie erreicht man mit möglichst geringen oder am besten ohne Umweltschäden die nötige Nahrungsmittelmenge für über 7 Milliarden Menschen und unzählige Nutztiere? Welche Folgen hätte der Verzicht auf Tierprodukte in der Nahrung langfristig? Sinnhaftigkeit und Machbarkeit sollten dabei nicht außer Acht gelassen werden. Würde die Ernährung von 7 Milliarden Vegetariern ebenfalls zu Monokulturen oder Auszehrung der Böden führen müssen? Es müssen schließlich bei einem Tagesverbrauch von 2000 Kalorien pro Person täglich 14 Billiarden (!) Kalorien produziert und verteilt werden. Wie kann man das gesamte System wirklich nachhaltig verbessern?

Umgang mit Hygiene, Kleidung und Haushalt

Dieser Bereich bietet für den Einzelnen den größten Spielraum auf Nachhaltigkeit zu achten. Über das eigene Kaufverhalten oder Nutzungsverhalten lassen sich hier viele Ressourcen schonen und Signale an Unternehmen senden. Leicht umsetzbare Beispiele wären hierbei der Verzicht von Getränken aus Plastikflaschen. Seife anstatt Gels in Plastikflaschen zu nehmen. Oder seine Haare mit Roggenmehl oder Ähnlichem zu waschen. Upcycling, Do it yourself, Minimalismus und Second Hand sind die großen Bewegungen, die in diesem Bereich Müll vermeiden.

Umgang mit Medizin und Gesundheit

Hier kann man sich Gedanken darüber machen wie viel Chemie man durch natürliche Medikamte oder Hausmittelchen ersetzen möchte. Oder welche präventive Maßnahmen man ergreifen möchte, damit man generell gesünder ist oder isst und folglich weniger Medikamente benötigt. Mehr Schlafen, bessere Work-Life-Balance oder Entspannungsübungen bzw. Stressmanagement. Aber auch die Frage nach dem was einen glücklich macht. Es gibt Menschen, die behaupten seelisches Empfinden und körperlicher Zustand hingen voneinander ab.

Umgang mit Energieerzeugung

Kann die aktuell benötigte Energie nachhaltig gewonnen werden? Was passiert mit dem aktuell vorhandenen Atommüll? Sind die bestehenden Alternativen wirklich nachhaltig? Welche Probleme bringen dezentrale Energieerzeugung? Neben Ernährung der zweite kritische Themenbereich, da hier viele Emotionen, unterschiedliche Interessen und verhärtete Positionen aufeinander prallen.

Umgang mit Verkehr und Reisen

Mit dem SUV um die Ecke zum Bäcker - den Satz kann man kurz so stehen lassen und es wird klar was der Einzelne ändern kann. In größerem Maßstab nachhaltig gedacht ist die Frage sinnhaft, ob wir uns als Gesellschaft Individualverkehr noch leisten möchten? Kostenlos mit Bus und Bahn reisen zu können ist ein interessanter Ansatz aus der Politik. Bietet Elektromobilität wirklich den grünen Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen? Oder führen der Atomausstieg zusammen mit dem parallelen Ausstieg vom Verbrennungsmotor zu einem Energieengpass, der mit Kohlekraft aufgefangen werden muss? Hilft das wirklich weiter? Wie sieht es bezüglich der benötigten Unmengen an Energiespeichern mit knappen Ressourcen wie den seltenen Erden aus? Wie gut können verbrauchte Akkus für Elektromobilität recycled werden?

Beim Thema Reisen muss auch beachtet werden, dass es neben dem Verbrauch von Kerosin auch den Hinzugewinn an Verständnis und Verständigung zwischen Kulturen gibt. Eine generelle Aufforderung auf Flugreisen oder längere Reisen ins weiter entfernte Ausland zu verzichten hätte somit auch negative Folgen für den Weltfrieden. Hört sich jetzt dramatisch an, aber wenn man im Umkehrschluss nur noch Radurlaub in der näheren Umgebung macht, wirkt sich das auf den eigenen Horizont und die Toleranz gegenüber Fremdartigem aus.

Umgang mit Wasser

Wasser sparen ist ein Leitsatz, der sich eingebürgert hat. Es wurde aber auch schon behauptet, dass das Sparen von Wasser angeblich dazu führe, dass Wasserwerke die Kanalisation separat gegen Verstopfung spülen müssten. Das bedeutet der eigentlich nachhaltige Plan hat (angeblich) an einer anderen Stelle zu einem Mehraufwand an Wasser geführt.

Beim Sparen von Wasser ist der springende Punkt wie man Wasser vor der nicht aufbereitbaren Verschmutzung bewahrt. Wer seinen Rasen 5 Stunden mit Leitungswasser gießt, der entzieht dem Grundwasser Wasser, das wieder in den Boden zum Grundwasser zurück versickert. Das bedeutet, dass er nur sein Geld verschwendet und kein wertvolles sauberes Wasser. Das Auto im Hof mit viel Chemie von Öl und sonstigem Schmutz zu befreien führt dazu, dass verschmutzende Stoffe in den Boden und Stück für Stück in Richtung Grundwasser versickern.

Der zweite spannende Aspekt ist der massenhafte Transport von Wasser aus wasserärmeren Gebieten in Gegenden, die sich eigentlich selbst mit Grundwasser versorgen könnten. Was passiert mit den Menschen, Tieren und Pflanzen an diesen wüstenähnlichen Orten? Kann der Verlust an Lebensraum zu größeren Migrationen führen? Wie wirkt sich der Verlust an potentiellem Ackerland und Wald auf das Klima und die Ernährung der Weltbevölkerung aus?

Umgang mit Umwelt

Wasser und Umgang mit Pflanzen, Tieren und Landschaft hängen stark zusammen. Kontrolliert biologischer Anbau oder Kontrolliert biologische Tierhaltung benötigen Raum und saftige Wiesen. Wie stellt man hier ein Gleichgewicht zwischen den Arten her? Welches Wissen haben Urvölker über ein Leben im ökologischen Einklang mit der Umwelt? Wer bewahrt dieses Wissen und welche Projekte gibt es, die ein fortschrittliches Leben nachhaltig mit der Natur ermöglichen?

Welche Auswirkungen haben riesige Monokulturen auf die Tier- und Pflanzenwelt an dieser Stelle? Welche nachhaltigen Konzepte müssten gegen Schädlingsbefall entwickelt werden? Ist das überhaupt möglich?

Umgang mit Wohnen und Energieverbrauch

Wie sieht nachhaltiges Bauen, wohnen und Leben aus? Stroh und Lehm erleben derzeit eine Renaissance als Baustoff. Welche Probleme entstehen dadurch in unserem regenreichen und eher kälterem Klima? Woher kommen diese Baustoffe und werden dafür Monokulturen benötigt? Fehlt das Stroh am Ende der Viehzucht? Welche cleveren Hausdesigns sind mit modernen Werkstoffen möglich?

Muss jeder für sich kochen, fernsehen, Internet surfen oder anderweitig alleine Energie verbrauchen? Wenn die Frage nach dem Individualverkehr gestellt wird, warum dann nicht auch auf diesen Gebieten? Der Gang ins Kino ist ein soziales Event und bündelt den Energieverbrauch von vielen Personen. Gemeinsam Kochen ist gesellig, verbindet und spart Zeit, Geld und Strom. Es lohnt sich hier eine große Debatte über Individualgesellschaft, weil wir die bestehenden Probleme nur gemeinsam und nur in weltweiter Kooperation lösen können.

Vorstellung nachhaltiger Blogs, Personen und Projekte

An dieser Stelle stellen wir Blogs, Personen und Projekte vor, die sich mit den oben vorgestellten nachhaltigen Themengebieten beschäftigen.

Blog: Alt trifft Neu



Logo des Blogs Alt trifft Neu

Stefanie (Sternchen) stellt auf „ATN“ vor allem Upcycling-Ideen vor. Ihr Hauptziel ist es den Gedanken der Müllvermeidung zu transportieren. Zusätzlich bietet sie auch einige sehr interessante Hinweise auf andere nachhaltige Projekte und teilt ihre Gedanken und Ideen zum nachhaltigen Lebensstil.

Blog Alt trifft Neu besuchen.

Blog: Warumned?



Logo des Blogs Warumned

Anja setzt sich mit „Warumned?“ für das Nutzen und Teilen von Second-Hand-Klamotten ein - warum ned verkaufen anstatt wegzuwerfen? Zusätzlich stellt sie smarte Upcyclingsideen vor

Blog Warumned? besuchen.

Blog: Minimal Vegan



Logo des Blogs Minimal Vegan

Alina beschäftigt sich auf „Minimal Vegan“ mit den Themen Minimalismus und Veganismus. Ich schätze an ihr sehr, dass sie ihre Positionen klar vertritt, aber nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern mit sinnvollen Anregungen zum Nachdenken. Sie hat es auch geschafft, dass ich freiwillig vegane Rezepte ausprobiere und die auch lecker finde. Meiner Meinung nach unterstützt sie das Motto: Lieber Brücken bauen anstatt auf andere Lebenskonzepte hauen. Und das ist der richtige Weg!

Sie selbst schreibt über ihre Mission „Ich hoffe, dass ich ein paar Menschen dazu inspirieren kann, noch mehr über sich und die Welt, die uns umgibt, nachzudenken, mutig zu sein und Veränderung zu wagen.“

Blog Minimal Vegan besuchen.

Blog: Grün im Kopf



Logo des Blogs Grün im Kopf

Farah ist schon ganz Grün im Kopf und berichtet darüber auf ihrem gleichnamigen Blog. Die Vermeidung von Plastik ist ihre aktuelle Mission, dabei schreibt sie Artikel darüber was sie konkret im privaten Rahmen umsetzt und welche normalen alltäglichen Probleme sich daraus ergeben und wie sie diese löst. Es sind also Erfahrungsberichte aus erster Hand, die jeder auch selbst umsetzen kann. Ich hoffe, dass Farahs grüne Gedanken bei Dir Früchte tragen!

Blog Grün im Kopf besuchen.

Magazin: PEPPERMYNTA



Logo des Magazin PEPPERMYNTA

„PEPPERMYNTA“ macht genau das was wir hier auch machen wollen, nämlich anstatt mit nur einer einzelnen kleinen Stimme über Nachhaltigkeit zu sprechen schreiben Fenja, Lara und Lesley gemeinsam über Fair Fashion, Naturkosmetika und nachhaltigen Lebensstil. Als Webmagazin zeigt „PEPPERMYNTA“ somit wie man „besser nachhaltig leben“ kann.

Magazin PEPPERMYNTA besuchen.